Mittwoch, 06.05.2026

Esslingen lotet Wege für Radschnellverbindung aus nach gemeinsamer Befahrung

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Vertreter des Verkehrsministeriums Baden Württemberg, des Regierungspräsidiums Stuttgart, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs und der Stadtverwaltung haben bei einer gemeinsamen Radtour mögliche Trassen für die geplante Radschnellverbindung zwischen Reichenbach und Stuttgart geprüft. Die Befahrung machte deutlich, welche Abschnitte in der Gemarkung Esslingen besonders problematisch sind und welche Maßnahmen kurzfristig in Betracht gezogen werden können.

Teilnehmer, Strecke und Ziel der Befahrung

Die Runde führte von Mettingen über Weil und die Pliensauvorstadt bis zum Alten Rathaus. Damit stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Verbindung, die ab Deizisau südlich des Neckars bis zum Alicensteg geführt wird und von dort über die Berkheimer Straße zur Pliensaubrücke gelangen soll, vor Ort umgesetzt werden kann. Hans Georg Sigel, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Infrastruktur, Bauen und Umwelt, erklärte, die Planungen durch Esslingen seien vorangetrieben worden, stoßen aber ab dem Alicensteg bis zur Gemarkung Stuttgart an Grenzen.

Herausforderungen in der Pliensauvorstadt

Im Abschnitt Pliensauvorstadt stellen insbesondere die Auf und Abfahrten zur B10 sowie die große Kreuzung von Stuttgarter Straße und Brückenstraße Hindernisse für eine durchgehende, sichere Schnellverbindung dar. Dr Teresa Engel, Leiterin der Stabsstelle Mobilität der Stadt Esslingen, wies darauf hin, dass die Stuttgarter Straße wegen intensiver Lkw und Busverkehre als Trasse ausscheide. Die Weilstraße wurde von Anwohnerinnen und Anwohnern abgelehnt, weil sie unter anderem den Roten Platz als Treffpunkt prägt. Als mögliche Alternative bleibt die Parkstraße, die jedoch zunächst in eine Fahrradstraße umgewandelt werden müsste.

Prüfungen und nächste Schritte

Aus Sicht der Stadt und der beteiligten Behörden gibt es derzeit keine durchgängig ideale Lösung, sagte Hans Georg Sigel. Deshalb sollen zwei parallele Ansätze verfolgt werden: Der bestehende Neckartalradweg soll in Richtung Mettingen bis zur Grenze nach Stuttgart erneuert und wo möglich verbreitert werden. Gleichzeitig ist geplant, die innerstädtische Radinfrastruktur in der Pliensauvorstadt zu stärken und den Bereich rund um die Berkheimer Straße unabhängig von einer nördlichen oder südlichen Führung der Schnellverbindung detailliert zu untersuchen.

Bei der Umsetzung des Esslinger Teilstücks könnte es notwendig sein, von geforderten Standards abzuweichen, etwa von einer Mindestbreite von mehr als vier Metern oder von dem Anspruch, Kreuzungen und Ampeln nahezu zu vermeiden. Dennoch besteht zwischen Stadt, Landesministerium, Regierungspräsidium und ADFC Einigkeit darüber, dass in der angespannten Lage vor Ort das Maximum für die Sicherheit und den Komfort des Radverkehrs erreicht werden soll.

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