Freitag, 13.03.2026

Stuttgart beschließt Ausbau der Hauptradroute 41 und plant Baubeginn 2026

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Der Stuttgarter Gemeinderat hat am 12. März den Bau eines weiteren Abschnitts der Hauptradroute 41 beschlossen. Die Strecke verläuft entlang der Pischekstraße, der Jahnstraße und der Mittleren Filderstraße und soll Stuttgart Ost, Stuttgart Süd und den Stadtteil Sillenbuch miteinander verbinden. Projektträger sehen die Maßnahme als Teil der geplanten Radschnellverbindung nach Ostfildern und Kirchheim unter Teck.

Umfang des Vorhabens und Kosten

Mit dem Beschluss stimmte der Gemeinderat den Planungen des Tiefbauamts zu und beauftragte die Verwaltung, die erforderlichen Planungs- und Bauleistungen auszuschreiben. Die Stadt nennt für das Vorhaben eine aktuelle Kostenschätzung von rund 13,8 Millionen Euro. In dieser Summe sind erwartete Baupreissteigerungen und Risiken während der Bauphase berücksichtigt.

Zeitplan und bisherige Maßnahmen

Nach dem Beschluss sollen die Bauleistungen vergeben werden. Der Baubeginn ist nach jetziger Planung im Herbst 2026 vorgesehen. Ab Herbst 2027 soll das ausgebaute Teilstück vom Knotenpunkt Pischekstraße, Payerstraße und Gänsheidestraße bis zur Geroksruhe in Betrieb gehen. Die vollständige Fertigstellung der Arbeiten ist aktuell bis Ende 2028 geplant.

Erste Maßnahmen vor Ort wurden bereits 2025 umgesetzt. Während der Pfingstferien wurde in der Pischekstraße auf einer Länge von rund 600 Metern ein Fahrstreifen stadtauswärts in einen Radfahrstreifen umgewandelt. Auf diesem Abschnitt steht somit bereits eine eigene Spur für den Radverkehr zur Verfügung.

Förderung und verkehrspolitischer Kontext

Das Projekt wird durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Baden Württemberg mit rund 6 Millionen Euro gefördert. Die Gesamtzuwendung einschließlich einer Pauschale für Planungskosten beträgt etwa 7,3 Millionen Euro. Zusätzlich hat die Stadt einen Antrag im Bundesförderprogramm für kommunalen Klimaschutz gestellt.

Hintergrund ist der Ausbau leistungsfähiger Radschnellverbindungen. Solche Verbindungen sollen möglichst direkte, durchgehend asphaltierte und ausreichend breite Fahrflächen bieten, um auch längere Pendelstrecken mit dem Fahrrad schnell und sicher zurücklegen zu können. Die Stadtverwaltung erwartet, dass die neue Strecke den Alltagsradverkehr zwischen den genannten Stadtteilen verbessern und eine Alternative zum motorisierten Verkehr stärken wird.

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