Montag, 02.02.2026

Stadthalle Heidelberg nach 57 Millionen Euro Sanierung wiedereröffnet

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Das Konzerthaus Stadthalle Heidelberg ist am 1. Februar 2026 mit einem Eröffnungskonzert des Philharmonischen Orchesters nach einer umfassenden Sanierung wieder in Betrieb genommen worden. Die Kosten in Höhe von 57 Millionen Euro wurden vollständig von Wolfgang Marguerre, seiner Familie und dem Unternehmen Octapharma getragen. Die Projektleitung lag bei der Gesellschaft für Grund und Hausbesitz mbH Heidelberg in Abstimmung mit der Betreiberin und dem Architekturbüro Waechter und Waechter.

Wiedereröffnung und Finanzierung

Die Wiedereröffnung markiert den Abschluss von mehr als fünf Jahren Bauzeit und steht zugleich für einen Neubeginn im Kulturleben der Stadt. Stadtoberhaupt Eckart Würzner würdigte die Investition als bedeutendes Geschenk an die Stadtgesellschaft und hob die Rolle Wolfgang Marguerres als maßgeblichen Förderer hervor. Marguerre selbst betonte, die Stadthalle sei für ihn ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft, dessen Neuöffnung Freude und Dankbarkeit auslöse.

Sanierung: Denkmalpflege und moderne Technik

Die Sanierung verfolgte das Ziel, historische Substanz zu erhalten und zugleich moderne Nutzungsanforderungen umzusetzen. Nach Angaben der Projektleitung wurden denkmalpflegerische Arbeiten mit der Integration neuer Technik und Barrierefreiheit kombiniert. Die Architekten beschrieben Handarbeit bei der Sicherung und Restaurierung bauzeitlicher Elemente sowie die Freilegung historischer Ausblicke zur Stadt und zum Neckar.

Neu eingebaute Hubpodien sollen künftig eine flexible Nutzung des Saals ermöglichen, von Konzerten über akademische Veranstaltungen bis hin zu bürgerlichen Festen. Peter Bresinski, Geschäftsführer der Gesellschaft für Grund und Hausbesitz mbH Heidelberg, verwies auf die komplexen Anforderungen des Projekts und dankte dem Projektteam für dessen Fachkompetenz und Flexibilität.

Betrieb, Programm und gesellschaftliche Bedeutung

Betreiberin Heidelberger Kultur und Kongressgesellschaft sieht in der renovierten Stadthalle einen modernen Veranstaltungsort mit historischem Charakter. Mathias Schiemer, Geschäftsführer der Betreiberin, betonte die Bedeutung des Hauses als Treffpunkt für Kultur in Heidelberg. Als erste künstlerische Nutzung wurde das Philharmonische Orchester zum Eröffnungskonzert verpflichtet; das Musikfestival Heidelberger Frühling plant ab dem 14. März ein Programm mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

Intendant Holger Schultze hob hervor, dass die Sanierung den Blick nach außen geöffnet habe und zugleich Inneneindrücke und Raumbezüge wiederherstelle. Die Leiterin des Jugendtanztags wies auf die Bedeutung der Stadthalle für Kinder und Jugendliche hin und begrüßte, dass Aufführungen künftig wieder auf der großen Bühne stattfinden können.

Mit der Wiedereröffnung ist die Stadthalle nach Angaben der Verantwortlichen wieder für ein breites Publikum zugänglich und soll sowohl lokale als auch überregionale Besucherinnen und Besucher anziehen. Die Finanzierung durch eine private Zuwendung in dieser Größenordnung hebt das Projekt in der lokalen Erinnerung hervor und wird in der Stadt als exemplarischer Beitrag zur Kulturförderung gewertet.

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